#Backstage-Augenblicke

Der geheime Ort für Mythen, S…, Drugs, Rock’n Roll,
Glamour und Drama-Baby.

Na, startet Euer Kopfkino bereits? Dann kommt gerne mit zu meinen Backstage-Stories.
Vielleicht sind sie nicht so spektakulär wie bei den großen Stars, aber dafür umso persönlicher – versprochen!

Meine Backstage-Zeit begann beim Kinderchor im Staatstheater Stuttgart vor einer langen, langen Zeit. Ich durfte eine Menschenfressertochter in der Oper „Pollicino“ spielen, die Nichte der Charlotte in „Werther“, den Fuchs bei „Hänsel & Gretel“ und in viele großartige Rollen schlüpfen. Das war so cool. Allein das Gefühl in der Maske verwandelt zu werden , die Kostüme anzuziehen und dann der Moment auf der Bühne. Das sind unvergessene und unbezahlbare Augenblicke. “Hinter der Bühne” – das hieß: Lampenfieber, höchste Konzentration, mucksmäuschenstill sein und auf keinen Fall den „Einsatz“ verpassen.

Heute dagegen bedeutet Backstage oft „Sit and wait“ und dann „Hurry up, hurry up“. Viele können sich gar nicht vorstellen, dass wir oft schon sehr früh in der Location eintreffen, da der Soundcheck vor Beginn der Veranstaltung stattfindet und unser Auftritt als Party- oder Dinnerband erst viel später am Abend beginnt. 

Nach dem Aufbau und Soundcheck folgt die „Sit and Wait“ Phase: Die Band sitzt mehr oder weniger gelangweilt in einem Raum, meist schwer bewaffnet mit Notebooks, Handys und sonstigen Gadgets. Manchmal finde ich das richtig schade, denn oft gibt es durch all den technischen Schnickschnack, der uns mittlerweile tagtäglich begleitet, gar keinen Raum mehr für so Retro-Dinge wie zum Beispiel einfach mal miteinander quatschen.

Zum Glück ist Ira bei meiner Funk & Soul Cover Band Fresh & Cool an meiner Seite. Zwei Mädels am gleichen Ort – Ihr wisst schon, worauf das rausläuft! Quasseln bis zum Umfallen, sehr zum Leidwesen der männlichen Kollegen. 

Womit wir bei „Hurry Up, Hurry up“ wären. Hat sich der Tag eben noch wie Kaugummi gezogen, ist es ganz plötzlich höchste Eisenbahn für „Malen nach Zahlen“ (meine persönliche Umschreibung für MakeUp) und die Get-Ready-Prozedur.

Hier unterscheidet sich das Leben der Stars entschieden vom Cover-Band-Life. Umziehen und Schminken findet für uns nicht selten in den Toiletten statt. Habt Ihr Euch schon mal in einer engen Toilette umgezogen? Keine Haken für Taschen, manchmal fehlende Toilettendeckel für die Ablage, ein kalter Fußboden – im Winter ganz besonders charmant. Tippelnd von einem Fuß zum anderen und dennoch irgendwie im Outfit landen. Was haben wir schon geflucht, aber auch herzlichst gelacht und nebenbei nette Bekanntschaften gemacht. 

An eine Situation beim Sommerfest Stuttgart erinnere ich mich besonders gerne: Ira und ich wie immer in der Toilette beim Stylen: Meine Haare brachten mich gelinde gesagt zur Verzweiflung, was zu einem angeregten Gespräch über Bad Hair Days führte, teils auch mit den uns völlig fremden rein- und rauslaufenden Damen.
Eine erzählte uns von einem misslungenen Friseurbesuch und wie sie bei ihrem anschließenden Termin überraschenderweise viele Komplimente zu ihrer neuen Frisur erhielt, weil sie sich dafür entschieden hatte, sich keinen Kopf darüber zu machen und ein strahlendes, selbstbewusstes Lächeln aufzusetzen.

Ihr Fazit: Mädels, Ihr seht fantastisch aus!
Solange wir Frauen lächeln und unsere Augen strahlen lassen,
werden Bad Hair Days zur völligen Nebensache
oder sogar zu einem Great Hair Day. 

Diese Aussage nehme ich mir sehr gerne zu Herzen und lächle den Bad Hair/Bad Mood Day einfach weg.
Gelingt fast immer!

Habt Ihr auch so schöne Augenblicke, die Ihr manchmal wie eine Erinnerungskarte herauszieht?
Erzählt sie mir – ich freue mich darauf und bin schon ganz gespannt.

Habt einen feinen Tag und lasst es Euch gut gehen. 
Eure Jutta – eben einfach ich. 

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